Quelle: Wiesbadener Kurier Online vom 09.08.2010

Spaß mit viel Naß gab es beim Abschluss des Wallufer Kindersommers. Foto: RMB/Margielsky
KINDERSOMMER AWO bot zwei Wochen toben und erleben für 60 Kids
(ais). Zwei Wochen lang hieß es für die Kinder in Walluf: „Raus, was erleben.“ Nun endete am Freitag der Kindersommer 2010. Die von der Arbeiterwohlfahrt Rheingau-Taunus organisierte Veranstaltung unter der Leitung von Georg Breitwieser bietet Kindern von sechs bis zwölf Jahren die Möglichkeit, etwas außerhalb ihres Alltags zu erleben.
So gab es auch diesmal ein buntes Programm mit vielen Höhepunkten. Gleich am ersten Tag ging es mit einem Doppeldecker-Bus in den JoJo-Abenteuerpark in Bad Kreuznach, wo gigantische Hüpfburgen, Trampoline und Kletterwände auf die tobende Menge warteten.
In den folgenden Tagen fuhren sie auf der Lahn Tretboot, besuchten den Tierpark in Rheinböllen und picknickten im Mainzer Volkspark. Täglich um neun Uhr traf sich der Schwarm von rund 60 Kindern.
„Uns war es wichtig, dass sie sich viel bewegen“, resümiert Erfried Melzer, einer von fünf Betreuern, die zwei Wochen des Kindersommers. „Man merkt nämlich immer wieder, dass viele Kinder kaum noch in der Natur sind.“ Genau darauf reagiert der Kindersommer. Kein Tag verging, an dem sich die Kinder nicht körperlich betätigten.
Im Seedammbad in Bad Homburg konnten die Sprösslinge schwimmen und bei der Gartenschau in Kaiserslautern Europas größte Freiluft-Dinosaurierausstellung bestaunen. Kein Wunder, dass sich die Kinder nicht einigen konnten, was der beste Ausflug war.
Paul (10) fand die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg am schönsten. „Mir gefiel die Stunt-Show mit Winnetou und seinem Blutsbruder Old Shatterhand sehr gut.“ Alessia (12), die schon seit 2005 mit dabei ist, hatte den Tobolino-Erlebnispark in Mainz als ihren Favoriten erkoren. „Dort konnten wir auf einen riesigen Klettervulkan steigen und in der Soccer-Arena Fußball spielen.“
Das Konzept des Kindersommers scheint sichtlich aufzugehen. „Wir wollen die Kinder mit Spaß zu einer gewissen Eigenständigkeit führen“, so Melzer. Deshalb stehen die Jungen und Mädchen auch nicht jede Minute unter Beobachtung eines Betreuers. So sollen sie merken, dass sie aufeinander angewiesen sind und sich gegenseitig helfen können - auch mal ohne Erwachsenen.
Der Abschluss wurde in Walluf selbst gefeiert. Die Feuerwehr gewährte einen Blick in ein Feuerwehrauto und ließ die Kinder mit Schläuchen spritzen. Nass, dafür aber gut gelaunt endete der diesjährige Kindersommer.





